
Schröder, Willi.
Johann Christoph Friedrich GutsMuths.
Leben und Wirken des Schnepfenthaler Pädagogen. 1996. 196 S. 25,00 Euro. 15 x 22 cm. 3-88345-447-8. (Academia Sport Bd. 24)
Johann Christoph GutsMuths wurde zu Recht als "Großvater der deutschen Turnkunst" bezeichnet. Schon Jahn würdigte ihn als echten "Vaterlandsfreund", der mit einem "trefflichen Lehrbuch" den Leibesübungen den Weg bereitet habe. Tatsächlich darf die 1793 erschienene Gymnastik der Jugend als erstes Standardwerk der Sportwissenschaft angesehen werden. Als Lehrer am berühmten Philanthrophinum in Schnepfenthal und enger Mitarbeiter Christian Gotthilf Salzmanns war GutsMuths der Vorkämpfer für die Einführung des Sportunterrichts moderner Prägung. Zudem machte er sich als Herausgeber der ersten bedeutenden deutschsprachigen Zeitschrift für Pädagogik sowie als Geograph und Reiseschriftsteller einen Namen. Die hier vorgelegte erste umfassende, wissenschaftlich fundierte, zudem sehr einfühlsam nachgezeichnete Biographie dieser vielschichtigen und schaffensfrohen Persönlichkeit schließt eine lang beklagte Lücke der Sport- und Pädagogikhistoriographie. Vor dem Hintergrund des historischen sowie gesellschaftspolitischen Kontextes ensteht ein facettenreiches Bild, das nicht nur Leben und Werk des ersten "Sportpädagogen" der Neuzeit, sondern auch ein wichtiges Kapitel deutscher Kulturgeschichte in einem neuen Licht erscheinen läßt.
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