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Baum, Hermann.
Bannkreise des Tötens.
Zur Kritik des utilitaristischen Standpunkts zum Schwangerschaftsabbruch. 1995. 170 S. 19,80 Euro. 15 x 22 cm. 3-88345-628-4. (Academia Pädagogik Bd. 39)
Die Kulturgeschichte der Menschheit ließe sich auch schreiben als zunehmende Ausweitung des Kreises derjenigen menschlichen Lebewesen, deren Tötung unter ein generelles Tötungsverbot fällt. Die Tendenz läuft darauf hinaus, allen menschlichen Lebewe den Schutz dieses Verbots zuzusprechen - unabhängig von Religion und Rasse, von Intelligenzquotient und Vitalität, Alter und Geschlecht. Aus dieser Perspektive betrachtet, erscheinen die aktuell bezogenen moderaten bis ultraradikalen Positionen zum Schwangerschaftsabbruch in einem neuen Licht und offenbaren ihre kulturgeschichtliche - nicht modernistische - Progressivität bzw. Regressivität. Die Entscheidung in der philosophischen Auseinandersetzung um die Rechtfertigung des Schwangerschaftsabbruchs, aber eben damit auch der kulturellen Zukunft der Menschheit wird letztlich nicht im moderaten Mittelfeld des Argumentations-Spektrums, sondern zugunsten einer "radikalen" Position fallen.
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