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Ehrmann, Marianne geb. Bretano.
Amaliens Erholungsstunden.
Nachdruck einer Monatsschrift von 1790. Hrsg. von Siegrid Düll unter Mitwirkung von Reinhard Fischer und Josef Wallnig. 1998. 278 S. 25,00 Euro. 17 x 20 cm. 3-89665-081-5. (Zwischen Nähkästchen und Pianoforte Bd. 2)
"Keusch wie Eis, rein wie Schnee, und schön wie der Tag" sollten die "teutschen Töchter" dem Bräutigam entgegenblühen. Der in der Schweiz geborenen Schauspielerin, Schriftstellerin und Ehefrau Marianne Ehrmann-Brentano, die von Jugend auf zur ungeschminkten Offenherzigkeit und Natürlichkeit angehalten wurde, war das nicht genug. Ihr gelang es, in dieser Monatsschrift vor dem Hintergrund der Französischen Revolution die Szene zwischen Kochtopf und Gebetbuch zugunsten der weiblichen Kompetenz mit "satyrischem Witz" zu öffnen. Der Schlüssel zur neuen Frauenrolle war die richtige "Lektür". Herzogin Franziska von Württemberg, Theaterdirektor Schubart in Stuttgart, Pfarrer Lavater in Zürich und viele andere haben dieser Monatsschrift applaudiert. "Amaliens Erholungsstunden" wurden 1790 zum Bestseller. Der Nachdruck wird eingeleitet durch musikalische Begegnungen im Subskribentenverzeichnis 1790-1792 und archivalische Untersuchungen zu Marianne Ehrmanns Verträgen mit dem Cotta Verlag.
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