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Theobald, Werner.

Hypolepsis.

Mythische Spuren bei Aristoteles.
1999. 124 S. 24,50 Euro. 14,8 x 21 cm. 978-3-89665-105-1.
(Academia Philosophie Bd. 40)

Kaum ein anderer Begriff der aristotelischen Philosophie dürfte seinen Interpreten so viele Auslegungsprobleme bereitet haben wie der der Hypolepsis. Die gängige Interpretation dieses Begriffs im Sinne von "Annahme" bzw. "Vermutung" versperrt vielfach den Zugang zu den Stellen des Corpus Aristotelicum, in denen von "hypolepsis" die Rede ist, und führt dort, wo der Hypolepsisbegriff eine zentrale definitorische Funktion bei der Bestimmung wichtiger erkenntnistheoretischer Grundbegriffe wie "nous" und "episteme" hat, zu geradezu paradoxen Auslegungen. Diese Deutungsprobleme lassen sich vermeiden, wenn man die mythische Bedeutung des Verbs "hypolambanein", das der (höchstwahrscheinlich) von Aristoteles selbst vorgenommenen Begriffsbildung "hypolepsis" zugrundeliegt, in den Interpretationshorizont mit einbezieht. Ursprünglich in Herodots Überlieferung des Arion-Mythos belegt und später in Platons "Staat" rezipiert, thematisiert die mythische Vorstellung des "hypolambanein" die Rettung aus einer ausweglos-aporetischen Situation durch das Göttliche, bildlich eingekleidet in die Metapher des rettenden Delphins. Eine nähere Untersuchung dieses Mythologems -insbesondere im Hinblick auf die darin verwandte, in antiken Mysterienkulten verankerte Delphinsymbolik - bringt ans Licht, daß die Ideenlehre und Erkenntnistheorie Platons zahlreiche parallele Vorstellungen enthält, die die Rezeption des mythischen "hypolambanein" bei Aristotelesï Lehrer als Überwindung von Aporien im Sinne einer geistigen Geburt verstehen lassen. Auf diesem Hintergrund lassen sich eine Vielzahl zentraler Belegstellen des Hypolepsisbegriffs innerhalb des aristotelischen Werkes widerspruchsfrei und einleuchtend interpretieren -vor allem solche im Rahmen der aristotelischen Erkenntnis- und Wissenstheorie: Stellen, die am wenigsten im Verdacht stehen, irgendetwas mit Mythos und Transzendenz zu tun zu haben. Unterstützt wird die These, daß der Hypolepsisbegriff bei Aristoteles in ursprünglich mythischem Gedankengut verankert ist, durch die Ergebnisse der Untersuchung zahlreicher, über das gesamte aristotelische Opus verstreuter und systematisch mit dem Hypolepsisbegriff zusammenhängender Indizien. Dabei kommen insbesondere auch die Fragmente "Eudemos" und "Peri philosophias" zur Sprache.

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