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Comenius-Jahrbuch 20-21 (2012-2013).

Hrsg. im Auftrag der Deutschen Comenius-Gesellschaft von Joachim Bahlcke, Andreas Fritsch und Uwe Voigt.
2014. 270 S. 29,00 Euro. 15 x 22 cm. Hardcover. 978-3-89665-655-1.
(Comenius-Jahrbuch Bd. 20)

Inhaltsverzeichnis/Table of content (PDF)

Textauszug/Browse content (PDF)

Prospekt (Druckversion/PDF) / Information leaflet (Print version/PDF)


Mit Beiträgen von Wouter Goris, Henk E. S. Woldring, Meinert A. Meyer, Manfred Richter, Sean J. McGrath, J. Just und Ulrich Schäfer.

Einige Beiträge dieses Bandes stammen von der großen Konferenz, die im niederländischen Naarden unter dem Motto "Zugänge unserer Zeit zum Denken von Comenius / Keys to the Thoughts of Comenius in Modern Times" stattgefunden hat. Neu ist es, dass die Mehrzahl der Beiträge zu diesem Band eigens für ihn ins Deutsche übersetzt worden sind (vier aus dem Englischen, einer aus dem Tschechischen) und dass jedem Beitrag eine englischsprachige Zusammenfassung beigefügt ist. Damit erweist sich unser Jahrbuch als ein Forum, das sich nicht auf den deutschsprachigen Raum beschränkt.

Dies entspricht einem Anliegen, das auf der Naardener Tagung großen Anklang gefunden hat: die Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Comeniusforschung auf europäischer Ebene (und wenn möglich darüber hinaus) durch intensivierten Austausch, bessere Koordination und gegebenenfalls auch durch die Schaffung entsprechender Institutionen. Derartige cooperatio, gemeinsames Wirken, das aus wechselseitigem Bezug entsteht und diesen wiederum bekräftigt, verwirklicht nicht nur ein comenianisches Leitmotiv, sondern ist angesichts der Komplexität unseres Forschungsgebietes und der zunehmenden Internationalisierung erfolgreicher Forschungsaktivität unerlässlich.

Dass sich derartige Aktivität lohnt, zeigen die einzelnen Beiträge: Wouter Goris weist nach, dass Comenius einen Platz in der Geschichte der Philosophie verdient, weil er in kritisch-konstruktiver Auseinandersetzung mit seinem Lehrer Alsted eine der angestrebten Universalreform dienende transzendentale Metaphysik entwickelt hat, deren Eigenständigkeit und Schlüssigkeit größer sind, als es ihr auch die neuere Literatur zugestehen wollte.

Der erkenntnistheoretischen Grundlage jener Metaphysik, die der "Verbesserung der menschlichen Angelegenheiten" dienen soll, widmet sich Henk E.S. Woldring und zwar nicht nur in der geschichtlichen Perspektive, in der sich die "synkritische Methode" des Comenius als ein Ergebnis der Aneignung esoterischer Traditionen mit dem Ziel der Verwirklichung chiliastischer Erwartungen als realisierbarer Utopien darstellt. Sein Beitrag stellt sich auch der Gretchenfrage nach der aktuellen systematischen Relevanz und kommt zu dem Ergebnis: Hier liegt ein anderes, offeneres Rationalitätsverständnis vor als etwa bei Descartes; die von Comenius betriebene Suche nach gleichen Strukturen in verschiedenen Gegenstandsbereichen hat auch heute angesichts der Vorherrschaft empirischer Wissenschaften noch einen heuristischen Stellenwert: Sie kann Hypothesen erzeugen, die durchaus empirisch überprüfbar sind.

Meinert A. Meyer betont zugleich Nähe und Distanz gegenüber Comenius im Hinblick auf gegenwärtige Schulpädagogik: Die Nähe besteht darin, dass sowohl unsere Zeit als auch diejenige des Comenius von massiven Umbrüchen geprägt sind, die das bloße Weitergelten alter Inhalte und Methoden als fraglich erscheinen lassen, und gerade dies lässt den Anspruch des Comenius aktuell erscheinen, im Bildungswesen primär Orientierungswissen zu vermitteln. Diesen Anspruch gilt es heute aber, Meyer zufolge, im Hinblick auf die Vielzahl historisch kontingenter Lebensentwürfen vorsichtiger als bei Comenius, ohne Rückgriff auf eine mechanisch anwendbare Methodik, "dialektisch" im Sinne einer nicht verfügbaren Wechselwirkung zwischen Lehrenden und Lernenden einzulösen.

Diese drei Beiträge sind mit dankenswerter Genehmigung der Herausgeber und des Verlages dem im Erscheinen begriffenen Naardener Tagungsband entnommen und, mit Ausnahme der Zusammenfassungen, aus dem englischen Original übersetzt, wobei der Beitrag von Meyer darin in einer auch inhaltlich leicht modifizierten Form erscheinen wird. Die wechselseitigen Querverweise in jenen Beiträgen demonstrieren, dass sich in der von ihnen gepflegten historisch-systematischen Betrachtungsweise ein fruchtbares Forschungsfeld erschließt.

Dies gilt auch für den Beitrag von Manfred Richter, der sich wie dessen jüngst erschienene bedeutsame Monographie und sein Aufsatz im Vorgängerband dieses Jahrbuches mit einem ebenso wichtigen wie unerschöpflichen Thema befasst: dem "liebreichen Religionsgespräch" im polnischen Thorn von 1645. In dessen Umfeld entwickelte Comenius entscheidende Gehalte seines Reformprogrammes weiter, und zwar gerade aus der Erfahrung interkonfessioneller und interreligiöser Spannungsfelder heraus. Richter weist auf, wie diese friedensstiftende Dynamik bis heute unter Mitwirkung des von Henning Vierck geleiteten Berliner Comenius-Gartens in der konkreten Situation von Neukölln fortwirkt.

In welcher geistigen Umwelt die Entwürfe des Comenius entstanden, führt anschaulich der Beitrag von John S. McGrath vor Augen, einem Professor für Philosophie der Memorial University Newfoundland, der an dieser Stelle zugleichals neues Mitglied des Redaktionellen Beirates unseres Jahrbuchs begrüßt werden darf. Dass es sich bei Jakob Böhme um eine Inspirationsquelle für Comenius handelt, ist bekannt. Eine frische Sichtweise eröffnet der Blick auf die von Michael Andreae verfertigten Illustrationen zu einer Amsterdamer Werkausgabe Böhmes; Illustrationen, die nicht bloß als schmückendes Beiwerk dienen, sondern die Aussage des Textes vertiefen. In dem von McGrath in Anm. 12 seines Beitrags genannten Sammelband wird jener Illustrator übrigens dem Kreis um Petrus Serarius und damit unmittelbar dem intellektuellen Netzwerk des Comenius in Amsterdam zugeordnet. Auch McGrath scheut nicht vor klaren und mutigen Stellungnahmen zur Aktualität der von ihm betrachteten historischen Tatbestände zurück.

Entwicklungsfäden von der frühen Neuzeit bis in unsere Gegenwart verfolgt ebenfalls Jirí Just, indem er rekonstruiert, wie Comenius eine humanistische Bibelübersetzung aus den Reihen der Böhmischen Brüder als ein religiöses und kulturelles Erbe seines Volkes so zu bewahren verstand, dass sie auch heute noch nachhaltige Wirkungen zeitigt.

Ein gewohnt akribischer Überblick von Ulrich Schäfer über deutschsprachige Comenius-Literatur aus den Jahren 2011 und 2012 rundet den Beitragsteil ab.

Der auch diesmal von Joachim Bahlcke trefflich betreute Rezensionsteil hat in diesem Band einen rekordverdächtigen Umfang erreicht. Dies spricht zum einen dafür, dass unser Jahrbuch ein wichtiges Medium nicht nur für die Comeniusforschung im engeren Sinne darstellt, sondern für intellektuelle Bemühungen um die frühe Neuzeit und deren Wirkungsgeschichte insgesamt. Zum anderen knüpfen die Besprechungen häufig auch dann Bezüge zu Comenius, wenn diese in den rezensierten Texten eher implizit bleiben, und beleuchten so die gelegentlich eben latente Zentralität der titelgebenden Gestalt des Comenius-Jahrbuches.

Dass diese Gestalt auch über die heutigen politischen Grabenbrüche hinweg verbindet, stellt der Berichtsteil dieses Bandes gleich zu Beginn unter Beweis: Die Tagung des Comeniuszentrums in St. Petersburg erschließt die tiefe Verbundenheit der russischen Kolleginnen und Kollegen mit dem westlichen Europa und zugleich die Unverzichtbarkeit der originellen russischen Ansätze. Diese Einsichten verdichtet der Berichterstatter, Manfred Richter, in thesenhafter Weise.



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