Bild zum Thema: News - Aktuelles beim Academia-Verlag

Aktuelles

Aktuelle Meldungen zu Neuerscheinungen, Schriftenreihen und Zeitschriften.

Erschienen im Dezember

Das bedrohte Subjekt

Beiträge zur pragmatistischen Transzendentalphilosophie

Von Dr. Karl Czasny
1. Aufl. 2020, 310 S., brosch., 64,– €, ISBN 978-3-89665-944-6

(Philosophische Theorie, Bd. 2)                    

Die Beiträge des vorliegenden Sammelbands beleuchten die ontologischen und objektivistischen Züge des Weltbilds der modernen Wissenschaften, welche es dem Menschen erschweren, sich als selbstverantwortlich handelndes Subjekt zu begreifen. Im Zentrum des Buches stehen zwei Abhandlungen, die sich mit den physikalischen, biochemischen, genetischen und evolutionstheoretischen Annäherungen an den Tatbestand des Lebens befassen. Sie werden ergänzt durch Reflexionen über das Verhältnis zwischen menschlicher Subjektivität und künstlicher Intelligenz, über die Beziehungen zwischen Wissen und Glauben, sowie über die Zugänge anderer Philosophen zum Weltbild der modernen Wissenschaften.

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Bewegtes Lernen im Fach Musik

Klassen 5 bis 10/12

Didaktisch-methodische Anregungen

Von Prof. i.R. Dr. Christina Müller und Niclas Hellwig
2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2020, 147 S., brosch., 22,– €, ISBN 978-3-89665-952-1

(Bewegtes Lernen, Bd. 3)            

Die didaktisch-methodischen Anregungen zeigen Konkretisierungen für bewegtes Lernen der Klassenstufen 5 bis 10/12 im Fach Musik auf mit den Zielstellungen, Lernen mit Bewegung zu verbinden, um über den Bewegungssinn zusätzliche Informationszugänge zu erschließen, sowie die Informationsverarbeitung zu optimieren.

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Ammonio di Alessandria

Frammenti

Von Dr. Giulia D'Alessandro
1. Aufl. 2020, 214 S., brosch., 44,– €, ISBN 978-3-89665-811-1

(Diotima. Studies in Greek Philology, Bd. 2)                 

Ammonios von Alexandria, der wohl bedeutendste Schüler Aristarchs und dessen Nachfolger als Leiter der Bibliothek von Alexandria, spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte der hellenistischen Philologie. In der hier vorliegenden kritischen Edition werden die 11 Testimonien und 31 Fragmente, die Ammonios zugeschrieben werden, erstmals systematisch zusammengetragen, ins Italienische übersetzt, umfassend kommentiert und analysiert. So wird gezeigt, dass das Werk von Ammonios weitaus umfangreicher ist als bislang angenommen. Neben den Homereditionen von Aristarch, für deren Verbreitung Ammonios verantwortlich war und für die er als verlässliche Quelle galt, hat Ammonios sich umfassend mit den Texten Homers, Anacreons, Pindars, Platons und der Komödie befasst.

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Erschienen im November

Verso la filosofia: Nuove prospettive su Parmenide, Zenone e Melisso

A cura di N. S. Galgano, S. Giombini e F. Marcacci

(Eleatica, Bd. 8)

Von Prof. em. Livio Rossetti et al.
1. Aufl. 2020, 305 S., brosch., 59,– €, ISBN 978-3-89665-926-2

Wie andere Bände der Schriftenreihe besteht dieses Werk aus zwei Teilen: Der erste Teil enthält die Ausführungen Livio Rossettis an der Eleatica Konferenz 2017, mit dem Ziel zu neuen Perspektiven auf die Eleaten anzuregen. Besonders hervorzuheben ist dabei der innovative Ansatz, Zenons Paradoxien nicht auflösen zu wollen, sondern in ihrem Aufbau und ihrer Wirkung detailliert zu untersuchen. Darüber hinaus fokussiert sich der Band auf den Begriff ‚virtueller Philosophie‘. Als ‚virtuelle Philosophen‘ werden beispielsweise Konfuzius, Thales oder Heraklit bezeichnet, die sich selbst nicht als Philosophen verstanden.
Im zweiten Teil kommen nach gewohnter Manier ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Vorsokratiker zu Wort, mit denen Rossetti in diskursiven Dialog tritt, darunter Nestor Cordero, A.P.D. Mourelatos, Jaap Mansfeld, Rose Cherubin und Vincenzo Fano.

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Music and Movement

The Structure and Dynamics in Teaching

Translated by Britta Fietzke

Von Prof. Elisabeth Danuser-Zogg
1. Aufl. 2020, 240 S., brosch., 39,– €, ISBN 978-3-89665-938-5

Die Vermittlung von Musik und Bewegung / Rhythmik wird als Modell in einer dualen Einheit von Struktur und Dynamik dargestellt. In der Struktur im ersten Teil werden Kompetenzprofile umrissen, welche für die Arbeit mit Menschen aller Altersstufen sowie Menschen mit besonderen Bedürfnissen zuzuordnen sind. Der zweite Teil definiert die Merkmale einer kunstbasierten kreativen Unterrichtsgestaltung. Modellzeichnungen erleichtern an jedem Punkt die Orientierung im Spannungsfeld von Struktur und Dynamik. Die genaue Definierung von Zielen als auch die Möglichkeit der individuell anpassbaren Dynamik macht eine Anwendung in unterschiedlichsten Berufsfeldern möglich. Durch die Vielfalt der Ebenen werden zusätzlich zahlreiche Hinweise für die Arbeit im Bereich der Inklusion beschrieben.

Angesprochen sind Lehrende und Lernende in Musik und Bewegung / Rhythmik, Musik, Künstlerischer Vermittlung, Gymnastik und Sport, sowie kunstpädagogisch Interessierte aus den verschiedensten Arbeitsgebieten.

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Erschienen im Oktober

Bewegte Freizeiten als Referenzen institutioneller Bildung

Tagungsband der DGfE-Jahrestagung Kommission Sportpädagogik vom 28.–30. November 2019 in Mainz

Herausgegeben von Christian Theis, Helena Rudi, Laura Trautmann, Maren Zühlke und Prof. Dr. Tim Bindel
1. Auflage 2020, 92 S., brosch., 28,– €, ISBN 978-3-89665-896-8

Von digitalisierten jugendlichen Freizeiten über den Sportunterricht als Raum für Integrationsprozesse bis hin zu Sporterlebniswelten oder kirchlicher Sportarbeit: In diesem Tagungsband werden verschiedene Diskurse aufgegriffen, die freizeitliches Sportengagement mit institutionellen Angeboten in Verbindung bringen. Außerdem wird diskutiert, wie sich schulisch erworbene Kompetenzen im Leben außerhalb von Bildungseinrichtungen nutzen lassen. Wenn kindliche und jugendliche Freizeiten als Referenzen von Bildung verstanden werden, stellen sich in erzieherischen Institutionen sowohl Fragen der adäquaten Vorbereitung als auch der freizeitgerechten Thematisierung. Aufgrund der Vielfalt der Ansätze ist diese Beitragssammlung u. a. für SportpädagogInnen und -wissenschaftlerInnen, FreizeitforscherInnen und Beschäftigte der Sozialen Arbeit besonders interessant.

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Körperlichkeit in der Philosophie der Spätantike

Corporeità nella filosofia tardoantica

Herausgegeben von Prof. Dr. Christoph Horn, Prof. Dr. Daniela Patrizia Taormina und Dr. Denis Walter
1. Auflage 2020, 375 S., brosch., 79,– €, ISBN 978-3-89665-884-5

In diesem Sammelband wird die Idee des Körpers und der Körperlichkeit in der Philosophie der Spätantike untersucht. Dazu werden Fragen der Ontologie, der Mathematik, der Physik, der Astronomie, der Biologie, der Anthropologie, der Politik, der Theologie und der Ästhetik behandelt. Die Bedeutung des Themas ergibt sich sowohl aus seiner historischen Relevanz (für die Bildende Kunst, die Literatur, die Fachwissenschaften, die Religion und die allgemeine Kulturgeschichte) als auch aufgrund seiner philosophischen Wichtigkeit. Vom philosophischen Standpunkt betrachtet enthält die spätantike Reflexion über Körperlichkeit eine beeindruckende Fülle an Bedeutungen, die in diesem Band diskutiert werden.
 

Mit Beiträgen von
Riccardo Chiaradonna, Giovanni Colpani, Diego de Brasi, Sabine Föllinger, Christoph Helmig, Christoph Horn, Alberto Jori, Alessandro Linguiti, Claudia Lo Casto, Christoph Markschies, Dmitri Nikulin, Federico Petrucci, Flavia Salvatori, Ambra Serangeli, Daniela Taormina, Chiara Tommasi, Denis Walter

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Wiedergelesen

Bücher einer Generation – Fünfzig Jahre später

Von Prof. Dr. Konrad Hilpert
1. Auflage 2020, 153 S., brosch., 29,– €, ISBN 978-3-89665-934-7

Aus der Rückschau einer jahrzehntelangen Tätigkeit als akademischer Lehrer und Forscher unterzieht der Verfasser 12 Bücher, die in den Anfängen seines Denkwegs als besonders lesenswert galten, einer Relecture und vergewissert sich ihrer Aktualität. Obschon der Zugriff sehr persönlich gehalten ist, zeichnen sich so Konturen der geisteswissenschaftlichen Atmosphäre der 1960er und 1970er Jahre ab. Die in den Werken von Buber, Gehlen, Mitscherlich, Adorno, Metz u. a. aufgehobenen Einsichten werfen auf aktuelle Debatten reizvolle Schlaglichter und können Impulse geben.

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Platón y las condiciones de la filosofía

Investigaciones sobre la predisposición del interlocutor en los diálogos platónicos

Von Dr. Miguel Ángel Spinassi
1. Auflage 2020, 383 S., brosch., 79,– €, ISBN 978-3-89665-922-4

(Academia Philosophical Studies, Bd. 72)

Aus Platons Dialogen geht ein Bild der Philosophie hervor, in dem die persönliche Haltung des Gesprächspartners von großer Bedeutung ist. Dieses Buch versucht zu zeigen, dass der Gesprächspartner immer wieder dazu ermutigt wird, eine wohlwollende Stellungnahme sowohl gegenüber den am Gespräch beteiligten Personen als auch gegenüber dem Thema der Diskussion einzunehmen, damit ein erfolgreiches Gespräch von Anfang bis Ende durchgeführt werden kann. Diese als Bedingung festgelegte Anforderung wirkt im dialektischen Gespräch selbst und wird bei den Gesprächspartnern aktualisiert. Ihre Wirkung aber geht über ihre eigenen Grenzen hinaus, so dass auch der Leser dazu aufgefordert ist, eine wohlwollende Haltung einzunehmen und sich positiv zum Text zu verhalten.

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Erschienen im September

Sexuality and Gender in Intercultural Perspective

An Anthropos Reader

Herausgegeben von Prof. Dr. Darius J. Piwowarczyk
1. Auflage 2020, 270 S., brosch., 59,– €, (Sonderpreis für die Abonnenten der Zeitschrift 44,25 €) , ISBN 978-3-89665-907-1

(Anthropos Special Issue 2)

Der Band – die zweite Sonderausgabe von „Anthropos“ – ist eine Déjà-lu-Sammlung von zehn Artikeln verschiedener Autoren in englischer und deutscher Sprache, die sich mit Sexualität und Gender in verschiedenen Kulturen der Welt befassen und in dieser Zeitschrift von 1970 und 2013 veröffentlicht wurden. Er deckt ein breites Themenspektrum ab, darunter Homosexualität und Transvestitismus im sibirischen Schamanismus; kulturelle Konstruktion des sozialen Geschlechts im Zusammenhang mit weiblichem Kannibalismus in Neuguinea; soziale Reproduktion geschlechtsspezifischer Unterschiede im heutigen Spanien; ethnische Identität und Geschlecht in Nigeria; Balinesische Ideen und Praktiken im Zusammenhang mit Sex; und transnationale intime Beziehungen in der globalisierten Welt. Der Band soll einen Beitrag zur laufenden Diskussion über die menschliche Sexualität leisten, indem er Erkenntnisse liefert, die auf ethnografischer und ethnohistorischer Forschung beruhen.

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Dialektik jenseits von Hegel und Corona

Integrale Strukturlogik als Hegels Auftrag für eine Philosophie der Zukunft

Von Prof. a.D. Dr. Johannes Heinrichs
1. Auflage 2020, 227 S., brosch., 29,– €, ISBN 978-3-89665-914-9

(Edition Johannes Heinrichs, Bd. 5)

Nach dem Ende des „dialektischen Materialismus“, der gar kein dialektischer war, werden die reflexionslogischen Typen von Dialektik erstmals systematisch eigenständig aus den fundamentalen Sinnelementen des Bewusstseins hergeleitet und für eine Philosophie der Zukunft jenseits von Materialismus und Idealismus fruchtbar gemacht. Hegel, der große Dialektiker der Neuzeit, steht dabei Pate, jedoch nicht als Urheber eines geschlossenen Systems und einer unzugänglichen und fehlerhaften „Logik“, mit ihrem Ausgang von einem doch objektivistischen „Sein“. Dialektik wird dagegen als integrale Strukturlogik vorgestellt: als ein methodisches Frageraster für alle Wirklichkeitsbereiche, nicht zuletzt aber für eine Wertstufendemokratie als Lehre und Chance aus Corona: Worauf kommt es uns künftig wirklich an, denkerisch und praktisch? Das Ziel ist kein geringes als eine folgenreiche systematische „Aufhebung“ (Aneignung wie ehrenvolle Überwindung) Hegels, aus Anlass seines 250. Geburtstags.

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Dialogik

Kann denn Liebe logisch sein?

Von Prof. a.D. Dr. Johannes Heinrichs
1. Auflage 2020, 236 S., brosch., 39,– €, ISBN 978-3-89665-918-7

(Edition Johannes Heinrichs, Bd. 6)

Die im Dialektik-Buch aufgezeigten 16 Quell-Typen von Dialektik werden auf das große Thema Liebe angewandt, woraus sich ebenso viele differenzierte Antworten auf die Frage ergeben, ob denn Liebe logisch sein könne. Die dialogische Denkströmung im 19. Und 20. Jahrhundert (Jacobi, Hölderlin, Feuerbach, Buber, Ebner, Rosenzweig, Marcel usw.) war nur teilweise im Recht mit ihrer schroffen Opposition gegen die Subjekt-Objekt-Dialektik Kants und Hegels. Dialektik wie Dialogik sind beide Denken in Relationen und Gegensätzen. Auf der sehr innovativen Grundlage seiner kürzlich entwickelten Typen von Dialektik legt Heinrichs eine dialogische Dialektik dar, die zugleich dialektische Dialogik ist. Der bisher unfruchtbare Gegensatz zwischen liebevoller Zwischenmenschlichkeit und logischer Schärfe wird fruchtbar gemacht, auch durch starkes Eingehen auf Hegels Jugendfreund und Mit-Jubilar Hölderlin Das Buch enthält im 1. Teil frühere Arbeiten des Verfassers, die in prominenten Sammelwerken verstreut waren, während der 2. Teil das innovative Niveau des Dialektik-Buches in überraschender Weise hält, ja steigert.

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Das Ausland als Lern- und Experimentierfeld

Eine explorative Studie zu Langzeitauslandsaufenthalten im Jugendalter

Von Dr. Isabella Wlossek
1. Auflage 2020, 531 S., brosch., 99,– €, ISBN 978-3-89665-932-3

(Beiträge zur Pädagogik, Bd. 8)

Das vorliegende Werk leistet einen Beitrag, das Potential eines Auslandsjahrs als Lern- und Experimentierfeld im Jugendalter näher zu erfassen. Mittels einer qualitativen Studie wird das Ziel verfolgt, umfassende Analysen zu erstellen, in welchen Ausgangslage, Aufenthaltsverläufe und erlebte Auswirkungen zusammenhängend betrachtet werden. Die Besonderheit der Untersuchung liegt dabei v.a. in ihrem längsschnittlichen Design bei gleichbleibender Zusammensetzung der untersuchten Gruppe. Die Daten, die auf diese Weise über den Zeitraum von zwei Jahren zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Aufenthalts erhoben wurden, erlauben damit vertiefende Einblicke in die Wirklichkeitskonstruktionen der untersuchten Personen.

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Erschienen im August 2020

Subversiver Messianismus

Interdisziplinäre Agamben-Lektüren

Herausgegeben von Prof. Dr. Martin Kirschner
1. Auflage 2020, 370 S., brosch., 74,– €, ISBN 978-3-89665-861-6

(Academia Philosophical Studies, Bd. 70)

Dieselbe Welt – und doch alles anders. Dies könnte eine knappe Formel für das sein, was der italienische Philosoph Giorgio Agamben in seinen Studien freizulegen sucht: Kategorien eines neuen Denkens, eines anderen Gebrauchs und einer Lebens-Form, in denen das natürliche Leben nicht vom sozialen Leben getrennt werden kann und in denen die Logik des Ausschlusses und die Gewalt der Herrschaft außer Kraft gesetzt sind, die unsere Welt in Bann halten. Ausgehend vom letzten Band des Homo-Sacer-Projekts zeichnen die Studien dieses Bandes Agambens Suche nach einer „destituierenden Kraft“ nach, die einen Ausweg aus dem Ausnahmezustand öffnet, in dem wir leben. Ein solcher „subversiver Messianismus“ bewegt sich zwischen Politik und Theologie, Ontologie und Poesie; er arbeitet sich archäologisch durch die griechischen und römischen, jüdischen und christlichen Wurzeln westlicher Kultur, um sie in überraschenden Konstellationen einem neuen Gebrauch zuzuführen.

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Erschienen im Juli 2020

La critica dei culti nel teatro del V secolo

Aristofane interprete di Euripide

Von Dr. Lavinia Maggi
1. Auflage 2020, 422 S., geb., 89,– €, ISBN 978-3-89665-813-5

(Diotima. Studies in Greek Philology, Bd. 3)

Ziel des Buchs ist es, den religiösen Aspekt der Kritik von Aristophanes an den Tragödien des Euripides, die in den “Thesmophoriazusen” und den “Fröschen” spürbar ist, zu besprechen und eine vergleichende Studie über die Religiosität beider Autoren zu liefern. Die Tragödien des Euripides, die Aristophanes parodiert oder auf die er bloß anspielt, scheinen ganz besonders für die Gedanken des Euripides über die Religion repräsentativ zu sein, insbesondere für sein bestimmtes Interesse an 'fremden' Kulten (wie denen von Dionysos oder der Mutter der Götter) und an der Orphik. Im Gegensatz zum wissenschaftlichen Konsens ist der Euripides des Aristophanes also kein von sophistischen Theorien durchdrungener Atheist, sondern der Verfechter einer alternativen Form der Religiosität. Vor dem Hintergrund der seltsamen Kulte des Euripides betont Aristophanes seine eigene Religiosität, die tief in den Traditionen der athenischen Polis verwurzelt ist: Der Sieg des Aischylos im poetischen Agon der “Frösche” ist auch der Sieg der Mysterien von Eleusis über die exotischen und unorthodoxen Überzeugungen des Euripides.

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Erschienen im Juni 2020

P. Johann Frick SVD: Mao schlief in meinem Bett

Erinnerungen eines Chinamissionars 1931-1952

Herausgegeben von Prof. em. Dr. Joachim G. Piepke
1. Auflage 2020, 354 S., brosch., 74,– €, ISBN 978-3-89665-911-8

(Collectanea Instituti Anthropos, Bd. 52)

Die „Notizen“ spiegeln eine faszinierende Welt chinesischer Vergangenheit wider, wie sie in einfühlsamer Weise von Johann Frick erfahren und reflektiert wurde. Die Missionare bemühten sich um möglichst große Empathie mit den chinesischen Gegebenheiten, konnten andererseits ihr europäisches Urteilsvermögen nicht ausblenden. Die Bevölkerung schätzte die ausländischen Missionare, wenn sie als „betende und gute Menschen“ erfahren wurden. Die Verbundenheit mit den chinesischen Menschen ist ein wunderbares Zeugnis der Menschlichkeit. Die letzten Monate seines Aufenthalts zeichnen einen warmherzigen und verletzlichen Menschen, der an „seinen“ Chinesen emotional hängt, aber auch seinen kommunistischen Widersachern Verstehen entgegenbringt. Am Ende ist er ein gebrochener Mann, weil ihn „seine“ Chinesen des Landes verweisen.

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The Gift and the Common Good

An Intercultural Perspective

Herausgegeben von Prof. Dr. Walter Schweidler und Dr. Joachim Klose
1. Auflage 2020, 261 S., brosch., 54,– €, ISBN 978-3-89665-898-2

(West-östliche Denkwege, Bd. 32)

Wofür leben wir? Wofür arbeiten wir? Was hält uns zusammen? In der westlichen Tradition stand die Antwort auf diese Fragen seit jeher im Zeichen des Begriffs Gemeinwohl. Aber taugt er auch für die globalisierte Welt von morgen? Eine interkulturell kompetente Sozialphilosophie braucht dafür neue philosophische Anstöße. Der Begriff der Gabe als des uneinholbaren Sinnprinzips allen sozialen Austauschs wird in diesem Band von Denkern aus China, Amerika und Europa auf seine Tauglichkeit dafür diskutiert. Zwei Sichtweisen tauchen auf, nicht primär entlang den Grenzen zwischen den unterschiedlichen kulturellen Kontexten, sondern auch über diese hinweg: Gabe als Leistung, ja Hingabe des Individuums für das Ganze und Gabe als dem Ganzen verdankter Ausgangspunkt individueller Sinnfindung. Und es gibt schon heute eine institutionalisierte Ökonomie der Gabe, die aus wirtschaftsphilosophischer Sicht für weltweite Interaktion leitend sein kann. Auch ihr wird hier philosophisch nachgedacht.

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Platone, Ippia Minore

Introduzione, edizione critica, traduzione e commento a cura di Silvia Venturelli

Von Dr. Silvia Venturelli
1. Auflage 2020, 279 S., geb., 59,– €, ISBN 978-3-89665-809-8

(Diotima. Studies in Greek Philology, Bd. 1)

Trotz seines geringen Umfangs und des aporetischen Endes ist Platons Hippias minor beachtenswert, da er von wichtigen Themen handelt, und zwar von der Lüge, ihrer Beziehung zu Unrechttun und von der schwierigen Frage nach der freiwilligen und unfreiwilligen Handlung. Darüber hinaus bietet der zentrale Abschnitt des Dialogs eine ausgedehnte Homerinterpretation, die einen Vergleich zwischen den homerischen Helden Achilles und Odysseus in der Ilias zum Inhalt hat und das frühe Interesse Platons an der Dichtung beweist. Ziel der vorliegenden Ausgabe ist, eine neue kritische Edition des griechischen Texts mit italienischer Übersetzung anzubieten, im Zusammenhang mit einer allgemeinen Einleitung und einem vollständigen lemmatischen Kommentar, der den Dialog in jeder Hinsicht ausführlich erläutert.

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Erschienen im Mai 2020

Bewegtes Lernen im Fach Gemeinschaftskunde | Recht | Wirtschaft

Klassen 7 bis 10/12

Didaktisch-methodische Anregungen

Von Prof. Dr. Christina Müller und Falk Bodenhausen
2. Auflage 2020, 140 S., brosch., 22,– €, ISBN 978-3-89665-882-1

(Bewegtes Lernen, Bd. 1)

Schule sollte konsequent ein Lernen mit allen Sinnen, also auch dem Bewegungssinn, ermöglichen. In dem Vorwort wird die Bedeutung der Bewegung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen erläutert. Die didaktisch-methodischen Anregungen zeigen Konkretisierungen für bewegtes Lernen der Klassenstufen 7 bis 10/12 im Fach Gemeinschaftskunde/Recht/Wirtschaft mit den Zielen zusätzliche Informationszugänge durch z. B. das Begreifen von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenhängen durch Bewegungshandlungen zu erschließen und diese durch Handlungen wie Platzwechsel zu optimieren. Bewegtes Lernen hilft auch Haltungskonstanz zu vermeiden und kann die Lernfreude steigern. Des Weiteren sollen die Schüler zunehmend selbstständig Lernen mit Bewegung verbinden, neue Varianten suchen und mit einem Partner zusammenarbeiten.

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Movement and Change in Literature, Language, and Society

Herausgegeben von Prof. Joel Kuortti und Sirkku Ruokkeinen
1. Auflage 2020, 323 S., brosch., 69,– €, ISBN 978-3-89665-867-8

(Academia Philosophical Studies, Bd. 65)

Dieser Band untersucht die Themen ‚Bewegung und Wandel‘ in verschiedenen Gesellschaften. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit räumlichen und zeitlichen Mobilitäten in der Sprache, Literatur, Kultur und Gesellschaft. Das Thema wird aus theoretischer, kritischer, historischer und praktischer Perspektive beleuchtet, indem teils kontroverse Themen wie politische Bewegungen, Identität, Körperbilder, Sexualität und Gewalt kritisch beleuchtet werden. Der Band trägt so zum Verständnis der sich ändernden Bedingungen und der verschiedenen Funktionen von Gesellschaften bei.

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[Platone], Assioco

Saggio introduttivo, edizione critica, traduzione e commento a cura di Andrea Beghini

Von Dr. Andrea Beghini
1. Auflage 2020, 395 S., geb., 84,– €, ISBN 978-3-89665-886-9

„Man sollte keine Angst vor dem Tod haben“. Zu diesem Thema stellt der Axiochos dar, wie Sokrates mithilfe von Argumenten verschiedener Art Axiochos zu helfen versucht, seine Angst vor dem Tod zu überwinden. In diesem Trostdialog kommen auf indirekte Weise zwei entgegengesetzte Weltanschauungen zum Vorschein, denn die Überwindung der Todesangst setzt eine sehr bestimmte Vorstellung von der Natur, des Menschen und des Kosmos voraus. Dies führt zu Überlegungen über das Verhältnis der Suche nach dem Glück und der Suche nach der Wahrheit. Dieses Buch bietet eine umfassende Studie über den pseudoplatonischen „Axiochos“. Die Einleitung setzt den Dialog in seinen bestimmten historischen Kontext. Die neue kritische Ausgabe basiert auf einer umfassenden Überprüfung der handschriftlichen Überlieferung. Die neue italienische Übersetzung und der ausführliche lemmatische Kommentar ermöglichen ein gründliches Verständnis des Textes.

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Jahrbuch für Hegelforschung

Band 21

Herausgegeben von Prof. Dr. Helmut Schneider
1. Auflage 2020, 282 S., brosch., 59,– €, ISBN 978-3-89665-874-6

Jenseits von „Hegelianismus“ und oberflächlicher Aktualisierung bleibt Hegels authentisches Denken in seinem Problembewusstsein und Problembestand bedeutsam. Trotz großer Fortschritte in den letzten Jahrzehnten konnte Hegels Werk jedoch bisher weder vollständig ediert noch wegen seiner Komplexität hinreichend angeeignet werden. Das Jahrbuch will zur historischen und systematischen Erschließung der Philosophie Hegels beitragen durch Editionen neuer Hegeltexte, Interpretationen und bibliographische Berichterstattung. Sowohl die Wirkungsgeschichte als auch die Ausstrahlung der Philosophie Hegels in andere Wissenschaften finden besondere Beachtung.

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Michael Josef Fesl

Briefe an Bernard Bolzano 1831-1836

Herausgegeben von Ao.Univ.-Prof. a.D. Dr. Otto Neumaier und Dr. Peter Michael Schenkel
1. Auflage 2020, 400 S., brosch., 84,– €, ISBN 978-3-89665-892-0

(Beiträge zur Bolzano-Forschung, Bd. 30)

Von allen Briefwechseln, die Bernard Bolzano (1781–1848) führte, war der mit seinem Schüler und Freund Michael Josef Fesl (1788–1864) bei weitem der umfangreichste. Insgesamt tauschten die beiden etwa 730 Briefe aus. Da wegen der großen Zahl der Briefe in der Bernard-Bolzano-Gesamtausgabe ab dem Jahr 1831 nur noch die Briefe des Lehrers an seinen Schüler veröffentlicht werden, erscheinen die Briefe Fesls an Bolzano in den Beiträgen zur Bolzano-Forschung. Der vorliegende Band enthält Fesls Briefe der Jahre 1831–1836. Ihr Hauptthema sind Bolzanos Publikationsprojekte, darunter die Religionsbekenntnisse zweier Vernunftfreunde (1835), die Lebensbeschreibung (1836) und die Wissenschaftslehre (1837). Dazu kommt ein Austausch über die Zensur, über politische Ereignisse, über Cholera und andere Epidemien jener Zeit sowie über Heilmittel wie Homöopathie oder Kaltwasserkuren. Philosophische Fragen im eigentlichen Sinne spielen eine kleinere, aber nicht zu vernachlässigende Rolle.

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Bewegte Schule für alle

Modifizierungen eines Konzeptes der bewegten Schulen für die Förderschwerpunkte Lernen, geistige, motorische, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache sowie Hören

Von Prof. Dr. Christina Müller und Anja Dinter
2., aktualisierte und erweiterte Auflage 2020, 273 S., brosch., 29,– €, ISBN 978-3-89665-880-7
(Bewegtes Lernen, Bd. 26)                                     

Die Forschungsgruppe „Bewegte Schule“ erarbeitet Konzepte, um Kindern und Jugendlichen in der Schule mehr Bewegung zu ermöglichen. Der vorliegende Band ergänzt Modifizierungen für eine inklusive Bewegte Schule, ein unverzichtbarer Leitfaden für Lehrkräfte in inklusiven Klassen und an Förderschulen.

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Erschienen im April 2020

Seinsbewältigung

Die vergessene Hauptfrage der Philosophie

Von Dr. Bernt Knauber
2020, 142 S., brosch., 29,– €, ISBN 978-3-89665-890-6
(Academia Philosophical Studies, Bd. 68)                                              

Der Autor stellt die Grundfrage nach dem „schwierigen Sein“, das der Liebe zur Weisheit bedarf. Gelingt es der Philosophie Daseins-Orientierung zu geben, findet sie zu ihrer ursprünglichen Weite zurück. Die Wissenschaft wird sich an ihr ausrichten können und die Theologie lernen, ihr Versprechen eines intakten Seins auch einzulösen.

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L'Uno oltre l'Intelletto e il Pensiero nel trattato 24 (Enn. V 6) di Plotino

Testo e Traduzione dell'Enn. V 6 [24] di Giovanna R. Giardina
(a cura di Giovanna R. Giardina)

Von Francesco Romano
2020, 130 S., brosch., 29,– €, ISBN 978-3-89665-815-9
(Symbolon, Bd. 45)                                                            

In diesem Werk wird in eine extreme Richtung der Metaphysik eingeführt, welche das Prinzip aller Dinge jenseits des Seins und des Denkens verortet. So stellt die neuplatonische Metaphysik mit ihrem transzendenten Prinzip des ‚Einen‘ oder ‚Guten‘ einen Bruch mit der klassischen Ontologie dar, spezifisch mit der Metaphysik von Aristoteles und Platon.

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Erschienen im März 2020

Dignity and Empowerment

Humanitarian Theory and Practice in the Light of Cosmopolitan Justice

Von Dr. Yves Menanga Kizito
2020, 311 S., brosch., 64, – €, ISBN 978-3-89665-878-4
(Academia Philosophical Studies, Bd. 66)

Dieses Buch entwickelt ein umfassendes Konzept zur humanitären Theorie und Praxis, welche die Subjektivität und Handlungsfähigkeit der Opfer von Katastrophen in den Mittelpunkt rückt. Während traditionelle humanitäre Ansätze ihr Handeln grundsätzlich auf die Politik des Mitleids stützen, indem sie Opfer als passive Empfänger von Hilfe, als Gegenstände des Mitleids und als Begünstigte externer Hilfe betrachten, zeigt dieses Buch, dass ein solcher Ansatz den Opfern von Katastrophen nicht gerecht wird. Es demonstriert deshalb die Notwendigkeit, über diese traditionellen Ansätze der humanitären Hilfe hinauszugehen und die Würde der Opfer in den Mittelpunkt der humanitären Diskurse und Praktiken zu stellen.

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Erschienen im Februar 2020

Enlightenment Today

Sapere aude! - Have Courage to Use Your Own Understanding

Herausgegeben von Mag. Dr. Dr. h.c. Daniela G. Camhy
2020, 280 S., brosch., 59, – €, ISBN 978-3-89665-863-0
(Schriften der Österreichischen Gesellschaft für Kinderphilosophie, Bd. 1)

Der Internationale Kongress für Kinderphilosophie widmete sich 2017 dem Thema „Aufklärung heute“. Mündigkeit, Vernunft, Menschenrechte, Kritikfähigkeit, Zivilcourage, kategorischer Imperativ – Begriffe, aktuell wie je. Wie wird heute auf die Aufklärung Bezug genommen? Welche Normen und Wertvorstellungen verbindet man damit?

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Rechtsphilosophie. Einführung

Von Prof. Dr. Stephan Kirste
2020, 246 S., brosch., 24, – €, ISBN 978-3-89665-876-0
 

Dieses Buch von Stephan Kirste soll in das rechtsphilosophische Denken einführen. Rechtsphilosophie setzt sich kritisch mit dem juristischen Denken auseinander. So behandelt diese Einführung zunächst Theorien der Rechtsphilosophie selbst. Sie beschäftigt sich sodann mit der Rechtswissenschaft und ihrer Interdisziplinarität. Als Rechtstheorie fragt sie nach dem Begriff des Rechts und seiner Abgrenzung zur Moral, bevor schließlich die Rechtsethik die Gerechtigkeit des Rechts diskutiert. Diese systematische Darstellung der Rechtsphilosophie wird mit zahlreichen Beispielen erläutert und durch kurze „Steckbriefe“ zu den wichtigsten Rechtsphilosophen ergänzt.

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Lifelong Studies in Love With Plato

Von Prof. Dr. Maurizio Migliori
2020, 178 S., brosch., 39, – €, ISBN 978-3-89665-865-4
(Lecturae Platonis, Bd. 12)

Dieses Buch versammelt acht umfangreiche Beiträge, welche bisher nie in englischer Sprache publiziert worden sind und sehr originelle Analysen der unterschiedlichen Elemente platonischen Denkens bieten. Der Autor unterzieht die Dialoge Phaidros, Politikos und die Apologie des Sokrates einer genauen Untersuchung und stellt am Ende eine neue methodische Herangehensweise vor: die multifokale Methode.

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Erschienen im Januar 2020

Passionate Mind

Essays in Honor of John M. Rist

Herausgegeben von assoc. Prof. Barry David, Ph.D.
2020, 414 S., geb., 89, –€, IBSN: 978-3-89665-857-9

Die Festschrift Passionate Mind: Essays in Honor of John M. Rist würdigt die akademische Arbeit des Jubilars mit aufschlussreichen und teilweise bahnbrechenden Texten aus jenen Bereichen, in denen er bedeutende wissenschaftliche Beiträge geleistet hat: Antike Philosophie, Patristik und Ethik.

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